Drucken

Am Mittwoch 25. März 2009, um 20 Uhr präsentiert der Kulturkreis impulse e. V. in der Alten Molkerei in Freren

 

Jochen Busse und Henning Venske - Legende trifft Urgestein

Zwei Stars des kabarettistischen Lebens treffen wieder zusammen:In den 80er und 90er Jahren im Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft bereits erfolgreich, präsentieren Jochen Busse und Henning Venske in der Alten Molkerei im Duo ein satirisches Kreuzfeuer aus aktuellem Anlass und akuten Beweggründen.

Sechs Erfolgsprogramme, von "Jugend raus" (1985) bis "Altes oder Nichts" (1990), hauten sie sich bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft die Pointen um die Ohren, erschreckten ein gutwilliges Publikum mit überraschenden Ansichten, analysierten die Turbulenzen im Inneren der politischen Blähungen und liefen zur Hochform auf, wenn sie eine Chance sahen, aus dem Text auszubrechen und hemmungslos zu improvisieren. Nun ist diese Hälfte der Lach & Schieß jener Jahre wieder vereint. Was wird sie heute auf der Bühne tun? Die Welt ordnen und über die Zukunft sprechen! Sprachlich fein abgestimmt, im Anzug. Gemein, aber nicht unhöflich.

Jochen Busse und Henning Venske - Legende trifft Urgestein 

Jochen Busse … sieht mit 17 erstmals die Lach- und Schießgesellschaft; schafft es mit 19 und den „Knallfröschen“ zum ersten Mal auf die Bühne, wird mit 20 von Friedrich Hollaender entdeckt und spielt bei ihm „Hoppla aufs Sofa“ in Berlin. Mit 21 tingelt er mühsam bei einem Bäderkabarett durch die Lande, landet mit 22 in Frankfurt am Main und macht „Schmiere, das schlechteste Theater der Welt“; gehört dann mit 25 zum Ensemble des „Rationaltheaters“ in München und beschließt mit 29 Jahren Geld zu verdienen, verdingt sich aber trotzdem mit 35 beim Düsseldorfer Kom(m)ödchen, um mit 40 Jahren dahin zu kommen, wohin er schon mit 17 wollte, zur Lach- und Schießgesellschaft. Dort verlebt er die zehn schönsten Jahre seines Lebens, um dann den Vorsatz, den er mit 29 Jahren hatte endlich wahr zu machen. Heute mit 66 Jahren ist er wieder da, wo er schon mit 19 war, beim Kabarett.

Henning Venske ... spielt mit 11 Albert Schweitzer auf der Blockflöte vor, der ihm daraufhin übers Haar streichelt und Unverständliches murmelt, singt und spielt im gleichen Jahr den Lehrer in einer Schulaufführung von Paul Hindemiths „Wir bauen eine Stadt“, gestaltet finstere Charaktere und hölzerne Liebhaber an der Studentenbühne, geht 1961 ans Schillertheater Berlin und später ans Thaliatheater Hamburg mit der Absicht, Regisseur zu werden, erhält aber den Bescheid der Intendanten „Wir wollen keine Halbstarken am Regiepult“, beschließt daraufhin, bei Funk und Fernsehen berühmt zu werden, was leidlich gelingt, beginnt Satirisches zu schreiben, findet das mühsam, spielt wieder Theater, findet das schwierig, entscheidet sich, das, was er schreibt, selbst zu spielen, lernt Kabarett in neun wunderbaren Jahren bei der Lach- und Schießgesellschaft, und heute, mit 68 Jahren, ist er immer noch jünger, als es Albert Schweitzer 1950 war.

Eintritt: 20,- € / erm.: 18,- €